PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNGEN / DIALEKTISCH-BEHAVIORALE THERAPIE

Die Station 7A der Abteilung für Psychotherapie und Psychosomatik hat ihren Schwerpunkt in der Behandlung von Patienten mit einer zugrundeliegenden Borderline-Persönlichkeitsstörung BPS oder anderen Persönlichkeitsstörungen, wobei zusätzliche Probleme wie Ängste, Depressionen oder körperliche Beschwerden auch behandelt werden.

Das Therapiekonzept basiert auf der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT) nach Marsha M. Linehan, einem strukturierten Psychotherapieverfahren, dessen Wirksamkeit wissenschaftlich gut belegt ist. Ergänzend kommen auch andere überwiegend kognitiv-verhaltenstherapeutische und medikamentöse Behandlungsansätze zur Anwendung.

BEHANDLUNG

Wir bieten eine stationäre Behandlung für erwachsene Frauen und Männer bis etwa zum 55. Lebensjahr an, die unter einer sogenannten emotional-instabilen (Borderline), ängstlichen oder anderen Persönlichkeitsproblematik leiden.

Wen können wir behandeln?

Bei diesen Persönlichkeitsproblemen können Gründe für eine stationäre Therapie sein:

• akute Krisen
• Suizidgedanken
• selbstschädigendes Verhalten
• Depressionen
• Angstzustände und Zwänge
• Posttraumatische Symptome oder
• begleitende psychosomatische Beschwerden

Die Behandlung orientiert sich an den individuellen Behandlungszielen und wird durch ein multiprofessionelles Team nach dem gemeinsamen DBT-Konzept der Station durchgeführt.

Die Indikation für die Behandlung wird durch ein ambulantes Vorgespräch mit dem Oberarzt oder Vertreter gestellt, das dem Betroffenen auch die Möglichkeit gibt, die Station kennenzulernen und offene Fragen zu klären.
Die stationäre DBT sieht ein dreistufiges Vorgehen vor. In der  ersten Stufe werden mit dem Patienten durch eine sorgfältige Diagnostik vorliegende psychische und körperliche Störungen und Beschwerden erfasst und die Behandlungsziele festgelegt. Diese stellen Bezugstherapeut und Patient dem ganzen Behandlungsteam vor und es werden dabei die in der zweiten Stufe durchzuführenden Behandlungsschritte besprochen, die dann in einem festen Wochenplan durchgeführt werden.
In der dritten Stufe werden die Entlassung und nachfolgende Maßnahmen vorbereitet, wobei hier die Mitarbeiter der Sozialtherapie Unterstützung leisten können.

SCHWERPUNKT

Neben der Einzel-Psychotherapie mit dem Bezugstherapeuten liegt ein Schwerpunkt auf dem Erlernen von Fertigkeiten, welche Patienten benötigen, um ihre Ziele zu erreichen. Diese richten sich auf das Erlernen von Achtsamkeit, Verbesserung von Stresstoleranz und Emotionsregulation, zwischenmenschlichen Fertigkeiten und Stärkung des Selbstwerts. Skills werden in Gruppen unterrichtet und mit Bezugspflegekräften auf Station und außerhalb intensiv geübt.

ZIEL

Ziel der stationären Therapie ist vorrangig eine emotionale Stabilisierung mit besserer Bewältigung von Lebenskrisen sowie die Reduktion selbstschädigender Verhaltensmuster wie zum Beispiel Selbstverletzungen oder Essstörungen. Zudem sollen zwischenmenschliche Fertigkeiten verbessert und das Selbstwertgefühl gestärkt werden, um eine zufriedene und selbstbestimmte Lebensführung zu ermöglichen und Probleme in Partnerschaft, Familie sowie in Ausbildung oder Arbeit besser lösen zu können.

Besondere Bestandteile der Therapie

• DBT-Skillstraining
• DBT-spezifische Körpertherapie
• Achtsamkeit und Entspannungsverfahren
• DBT-spezifische Ergotherapie

Ansprechpartner

Dr. C. Moschner
Oberarzt
Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie
ed.miehtnof@renhcsom.c

M. Ostermann
Pflegerische Leitung
Tel. 05346 81-0
Fax 05346 81-1278
ed.miehtnof@nnamretso.m

 

FÜR DIE AUFNAHME

R. Verhulst
Case Management 7A
Tel. 05346 81-2946
ed.miehtnof@a7mc

Anfahrt

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