Experten beschäftigen sich mit psychotischen Störungen

27.03.2017
Oberärztin Elisabeth Jaspen (li.) und Chefarzt Prof. Dr. Ion Anghelescu (2.v.l.) mit den Referenten: Prof. Dr. Martin Lambert, Prof. Dr. Wolfgang Maier, Prof. Dr. Gerd Laux und Dr. Friederike Schmidt (v.l.n.r.).

Es war ein erfolgreiches 14. Liebenburger Psychiatriesymposium – vergangenen Samstag lud die Klinik DR. FONTHEIM erneut zur psychiatrischen Fachtagung ein. Mit über 140 Teilnehmern stieß das Thema „Psychotische Störungen“ auf großes Interesse.

„Schizophrene werden immer noch öffentlich diskriminiert“, erläutert Chefarzt Prof. Dr. Ion-George Anghelescu in der Einführung. „Deswegen ist es ein gesellschaftliches Problem, dem wir uns stellen müssen.“ Symptome einer Schizophrenie sind unter anderem Denk- und Wahrnehmungsstörungen. An Schizophrenie erkrankte Menschen, egal ob Frauen oder Männer, haben eine verminderte Lebenserwartung. Dies liegt vor allem an begleitenden Erkrankungen, wie Drogenabhängigkeit, aber auch an körperlichen Beschwerden. Nicht zuletzt daran, dass sich zehn Prozent der Betroffenen im Laufe ihres Lebens suizidieren.

Für die Diagnostik und Akutbehandlung psychotischer Störungen gibt es in der Klinik DR. FONTHEIM zwei Spezialstationen. Elisabeth Jaspen ist seit 1998 Oberärztin dieses Psychosezentrums. „Unser Behandlungsspektrum ist breit gefächert: neben psychotherapeutischen Einzel- und Gruppengesprächen, Psychopharmakotherapie, bieten wir auch den Angehörigen unsere Beratung zur emotionalen Entlastung an“, erklärt Jaspen beispielhaft.

Hochkarätige Referenten gestalteten den Fortbildungstag mit: So sprach Prof. Wolfgang Maier, früherer DGPPN-Präsident und Direktor der Universitätsklinik Bonn, über Risikofaktoren für Psychosen und Prof. Dr. Gerd Laux vom Institut für Psychologische Medizin in Haag in Oberbayern über die medikamentöse Therapie bei psychotischen Störungen sowie die Fahreignung unter Medikation. Prof. Dr. Martin Lambert vom Universitätsklinikum Eppendorf in Hamburg berichtete über moderne Versorgungssysteme. Zudem widmete sich Dr. phil. Dipl.-Psych. Friederike Schmidt aus Berlin der Frage, welche psychotherapeutischen Maßnahmen zur Behandlung sinnvoll sind.

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